Wasserballer sind eindeutig die Härtesten unter den Sportlern – behaupten zumindest einige von sich selbst.Am Samstag kämpften zehn Mannschaften in dieser Sportart in einem Turnier im Freizeitbad Grasleben gegeneinander. Und das trotz anfänglich strömenden Regens und drohenden Gewitters, das sich dann aber doch nicht einstellte.

Mit Wasserball haben die meisten der Teilnehmer im wahren Leben nicht viel zu tun. Trotzdem spielten sie zuweilen semiprofessionell und beherzt um den Pokal des Fördervereins des Freizeitbades. Eine Gaudi, wie Bademeister und Turnierleiter Maik Siemann die Veranstaltung nannte.

Das Turnier ist eine von vielen Aktionen des Fördervereins, der das Bad damit beleben und stützen will. Die Mannschaften des Tages hatten solche illustren Namen, wie „Die Durstigen“, die „WC-Enten“, „Die Freibeuter“, „Die drei Fragezeichen“ oder auch „Airdinger“. Übrigens neben durchaus seriösen Mannschaften, wie die der Feuerwehren aus Hötensleben, Weferlingen und Grasleben.

Wasserball konnten sie alle nicht wirklich spielen, doch das war auch nicht nötig. Spaß und Geselligkeit standen im Vordergrund. Gleichwohl: Sportlich verlangte das Turnier den Frauen und Männern mit den speziellen Kappen auf den Köpfen richtig was ab. Zweimal fünf Minuten dauerte jedes Spiel, 20 in zwei Gruppen standen auf dem Plan, ein echtes Pensum. Da hatte Schiedsrichter Lutz Schrader vom SV Treue Schöningen, der einzigen Wasserballabteilung im Landkreis, auch viel Nachsicht, was das Regelwerk betraf.

So dürfen die Sportler den Ball eigentlich nur mit einer Hand abfangen und werfen, Gegenspieler und Ball niemals unter das Wasser drücken, und ein Angriff darf nur 30 Sekunden dauern. „Wenn ich nach Regeln pfeifen würde, käme hier kein Spiel zustande“, stellte Schrader lachend fest. Und so notierte sein Mitstreiter an der Stoppuhr, Helmut Aue, ein Tor nach dem anderen.

Den Pokal haben am Ende übrigens die WC-Enten geholt. Zu Besuch war an diesem Tag auch noch Wolfgang Köhlhofer, der Bezirkswasserballwart – auf Talentsuche, wie er lachend erklärte.

Text in enger Anlehnung an Erik Beyen, Helmstedter Nachrichten vom 24.07.2017

 

Hier die Abschlusstabelle:

1. WC-Enten
2. DMDMABG
3. Förderverein Freizeitbad
4. Freibeuter
5. Die Durstigen Männer
6. Airdinger
7. Die ???
8. FW Hötensleben
9. FW Weferlingen
10. FW Grasleben

 

 

Quelle: Helmstedter Sonntag vom 23.07.2017

 

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