Mit Zuwendungsbescheid vom 10. März 2021 wurde der Samtgemeinde Grasleben eine Zuwendung in Höhe bis zu 1,6 Mio. Euro zur Durchführung der Sanierung des Freizeitbades Grasleben bewilligt. Seit dieser Mitteilung ist es vermeintlich ruhig um das Projekt geworden. Doch weit gefehlt. „Im Baubereich wird fast jeden Tag an dem Projekt „Sanierung Freibad“ gearbeitet, so Samtgemeindebürgermeister Gero Janze. Das eine oder andere sei bei der Umsetzung der Maßnahme laut dem Samtgemeindebürgermeister wirklich zum Haareraufen. Man sei sehr stolz darauf, die Fördermittel nach Grasleben geholt zu haben – aber die Bürokratie eines solchen Mammut-Projektes sei für eine kleine Verwaltung schon fast erstickend, so Janze. „Von außen kann sich niemand vorstellen, was wir für diese Förderung alles beachten und tun müssen. Nicht nur einmal war ich geneigt, die Brocken für dieses Projekt hinzuschmeißen, so belastend ist die Bearbeitung für die Verwaltung und für die Menschen, die Verantwortung tragen. Aber wir wollen und brauchen natürlich die Sanierung unseres Freibades.“

Was passierte also nach Zugang des Bescheides? Die umfangreichen Vorbereitungen und die Durchführung der komplexen Ausschreibungen für die erforderlichen Planungsleistungen der Objekt- und Tragwerksplanung sowie der technischen Gebäudeausrüstung wurden durch den Fachbereich Bauen unter Federführung von Andreas Minuta unverzüglich gestartet. Nach Prüfung und Freigabe durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Helmstedt konnten die Leistungen der Objektplanung und der technischen Gebäudeausrüstung zwischenzeitlich vergeben werden. Das Volumen für diese Planungsleistungen beläuft sich auf rund 268.000 Euro. Die Angebote für die Leistungen der Tragwerksplanung befinden sich aktuell noch in der Prüfung. Nach der Kostenberechnung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für die Tragwerksplanung auf rd. 47.000 Euro. In der Summe belaufen sich also die Kosten aller Planungsleistungen auf ca. 315.000 Euro.

Nach derzeitigem, sehr ambitioniertem Planungsstand sollen die zur Erteilung der Baugenehmigung erforderlichen Unterlagen bis Ende dieses Jahres bei der Bauaufsicht des Landkreises Helmstedt zur Erteilung der Baugenehmigung vorliegen. Mit der Baugenehmigung wird aber nicht vor April 2022 gerechnet.

Nach Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen soll dann frühestens im Juni mit der Sanierung im Freizeitbad begonnen werden. Heißt konkret: Im Juni 2022 können – wenn, es gut läuft – die Bagger anrollen. Die wichtigste Nachricht lautet also: „Wir werden im kommenden Jahr beginnen und es kann sein, dass es keine Freibadsaison 2022 geben wird,“ so Andreas Minuta.

Sollten wider Erwarten Verzögerungen eintreten, trifft die Samtgemeinde Grasleben Vorkehrungen, um die Badesaison ggf. doch durchführen zu können. Aus dem Rathaus wird man für diesen Fall entsprechend informieren.

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