Ein Förderbescheid liegt im Rathaus Grasleben nach wir vor nicht vor, jedoch informiert der Bund jetzt auf seiner Internetseite über die Förderung für das Freibad Grasleben. Dort heißt es: Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ hatte das Bundesministerium des Innern im Jahr 2018 einen Förderaufruf gestartet. Städte und Gemeinden hatten rund 1.300 Interessenbekundungen eingereicht. Damit war das Bundesprogramm mehrfach überzeichnet. In 2019 wurden bereits 186 Projekte für eine Förderung ausgewählt. Für die im Bundeshaushalt 2020 weiteren zur Verfügung stehenden Mittel hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags weitere 120 Kommunen für eine Antragstellung auf Förderung ausgewählt. In Niedersachsen werden 17 Projekte, darunter die Sanierung des Freizeitbades Grasleben gefördert, wie der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs bereits vergangene Woche mitteilte. Für den Moment sei man in Grasleben einfach froh und glücklich. „Es ist kein Geheimnis, dass ich mich schon sehr darüber geärgert habe, dass wir bei den zwei vorangegangenen Förderrunden leer ausgegangen sind. Das wollte ich schlichtweg nicht auf mir sitzen lassen, sodass ich im regelmäßigen Dialog mit Falko Mohrs stand“, teilte Samtgemeindebürgermeister Gero Janze mit. Die Hartnäckigkeit des Duos Mohrs/Janze führte nun offensichtlich zum Erfolg. „Ich danke Herrn Mohrs sehr herzlich für seinen herausragenden Einsatz zum Wohle des Freibades Grasleben“, so Janze.

Einzelheiten des Vorhabens, wie z.B. die Finanzierung des Eigenanteils, müssen nun in den kommenden Monaten mit dem Rat erörtert werden. Vorgesehen ist grundsätzlich der Abriss des bestehenden Funktionsgebäudes mit Neubau an gleicher Stelle. Das Gebäude wird dann an die neusten Vorgaben angepasst: Eintritt mit Drehkreuz, moderne Umkleiden und Duschen sowie ein Personalbereich mit Badeaufsicht, Personalraum, Personal-WC und Umkleiden. Für stärker beeinträchtigte Badegäste wird ein behindertengerechter Sanitär- und Umkleideraum vorgesehen, der gleichzeitig als Eltern-Kind-Raum genutzt werden kann. Angedacht ist zudem eine Erwärmung des Beckens mittels Solarabsorberanlage. “Ich träume zudem vom Bau einer modernen Gastronomie. Mein Ziel ist es, ein dauerhaftes Angebot zu schaffen, denn Grasleben fehlt ein Restaurant bzw. Imbiss. Das Mini-Restaurant muss dann von außen zugänglich sein und unabhängig vom Freibadbetrieb ganzjährig bewirtschaftet werden können“, so Janzes Wunschvorstellung. Die vorerst wichtigste Frage nach der Baufertigstellung kann laut Mitteilung aus dem Rathaus in Grasleben noch nicht beantwortet werden, zunächst müsse der Förderbescheid aus Berlin abgewartet werden.

Weiterführende Informationen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat zu finden.

Der Abriss und Neubau des Funktionsgebäudes (hinten links im Bild) nach modernen Standards ist nur eine von mehreren angedachten Maßnahmen.

 

Mögliche Gestaltung eines Neubaus aus der Machbarkeitsstudie von 2015.

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